
So schnell wie möglich, auf Teufel komm raus oder mit Gottes Hilfe.
Einer Armee von Anlageberatern, Finanzvertrieblern und zwielichtigen Fonds-Anbietern kommt das gerade recht. Ist sie doch berauscht von der gleichen Vision. Dabei gehen traditionellen Werten wie Ehrlichkeit und Seriosität schon mal die Puste aus. Denn hinter den bunten Kulissen der Seifenblasen-Spezies wuchern legale und illegale Machenschaften, jede Menge Intrigen und Geldgier pur.
Mit diesem Buch arbeitet der renommierte Wirtschaftsjournalist Stefan Loipfinger, er schrieb jahrelang für fast alle Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazine in Deutschland, seine Erfahrungen, Lachnummern und Horrorerlebnisse auf. Vieles ist derart haarsträubend, dass es regelrecht nach Veröffentlichung schreit. Dabei scheut Loipfinger sich nicht, Ross und Rendite-Reiter zu nennen. Dennoch geht es dem Autor, der unter anderem mit dem Helmut Schmidt Journalistenpreis für verbraucherfreundliche Berichterstattung ausgezeichnet wurde, nicht um eine persönliche Abrechnung. Viel eher will er Anstöße und Impulse geben für einen moralischen Kassensturz und die ethische Weiterentwicklung der Fonds- und Beteiligungsbranche. Ein Blick mit Argusaugen hinter die Kulissen einer häufig korrupten Kaste, der selbst Finanzlaien fasziniert.
Ein spannendes Sachbuch, das mitunter an einen Wirtschaftskrimi erinnert.
