Das kann zum Beispiel die Entwicklung des Immobilienmarktes in Ostdeutschland, der schwierige Markt im Reha-Sektor oder einfach nur die rückläufige Vermarktung von Filmrechten sein. Doch diese fragwürdige Ausrede ist ein Eigentor. Wofür wird ein Fondsmanager denn bezahlt? Doch wohl nicht zuletzt für die professionelle Auswahl des Standortes, der Partner und des Marktsegments. Wer davon keine Ahnung hat, sollte besser die Finger davon lassen, Fonds zu konzipieren.
Leider ist das aber nur schönes Wunschdenken. Schade, dabei wird doch sonst fast alles in diesem Lande restriktiv geregelt. Ein Handwerker darf nur mit entsprechender Ausbildung selbstständig tätig werden. Schließlich könnte ein Schrank, wenn er zusammenbricht, jemandem auf den Fuß fallen. Fondsinitiator hingegen darf jeder werden, inklusive der Erlaubnis die komplette Altersvorsorge einer Familie zu verwalten. Egal welche Ausbildung er hat oder ob er vielleicht nach dem Verbüßen einer Haftstrafe wegen Betruges gerade aus dem Knast kommt. Daran hat sich bis heute nichts geändert – trotz Anlegerschutzverbesserungsgesetz und anderer Vorschriften. Die geben Betrügern eher noch eine Scheinseriosität, als sie vom Markt fern zu halten.
