Am Beispiel der Fonds- und Beteiligungsbranche, die er 15 Jahre lang als Journalist beobachtet, begleitet und kritisiert hat, skizziert „Fondspapst“ Stefan Loipfinger in seinem Buch „Lizenz zum Bauernfang“ Ursachen und Zusammenhänge. Mit Beispielen aus seiner langjährigen Praxis, die so haarsträubend sind, dass sie geradezu nach Veröffentlichung schreien. Dabei nimmt der Autor, unter anderem mit dem Helmut-Schmidt-Journalistenpreis für verbraucherfreundliche Berichterstattung ausgezeichnet, wahrhaft kein Blatt vor den Mund. Zudem scheut er sich nicht, Ross und Reiter zu nennen. Auch die angeblich unabhängigen Ratingagenturen und Analysehäuser kommen nicht ungeschoren davon. Das gleiche gilt für die meist mit Untätigkeit glänzende Bundesaufsicht BaFin. Deren Handeln in der Vergangenheit zeigt ebenso den riesigen Reformbedarf.
Eine brisante Mischung aus Fakten und Details, die mitunter an einen Wirtschaftskrimi erinnern. Allgemeinverständlich und ohne Fachchinesisch geschrieben, mitunter auch witzig bis sarkastisch. Ein Buch, das auch „Finanzlaien“ mit großer Spannung lesen können. Zudem noch lehrreich, weil die Abzockermethoden vieler Finanzmanager gnadenlos offen gelegt werden.
